Wie lange und mit wie viel Druck kochst du Möhren ein?

Pint-Gläser (473 ml) brauchen 25 Minuten, Quart-Gläser (946 ml) 30 Minuten, bei Roh- und Heißpackung gleich. Gib 5 bis 7,5 cm (2 bis 3 inches) kochendes Wasser in den Druckeinkocher, entlüfte ihn vor dem Aufsetzen von Gewicht oder Regler 10 Minuten lang und starte die Zeit erst beim Solldruck. Der Druck hängt von Gerätetyp und Höhe ab:

Einkochdruck für Möhren nach Gerätetyp und Höhe über dem Meeresspiegel
GerätetypHöhe über dem MeerDruck
Zeigermanometer0 bis 610 m (0 bis 2.000 ft)11 psi
Zeigermanometer611 bis 1.219 m (2.001 bis 4.000 ft)12 psi
Zeigermanometer1.220 bis 1.829 m (4.001 bis 6.000 ft)13 psi
Zeigermanometer1.830 bis 2.438 m (6.001 bis 8.000 ft)14 psi
Gewichtsventil0 bis 305 m (0 bis 1.000 ft)10 psi
Gewichtsventilüber 305 m (über 1.000 ft)15 psi

Wie bereitest du Möhren zum Einkochen vor?

Wasche, schäle und wasche die Möhren erneut. Schneide sie in Scheiben oder Würfel; die Universität Wisconsin lässt kleine Möhren auch ganz. Das NCHFP empfiehlt kleine Möhren mit 1 bis 1¼ inches (2,5 bis 3,2 cm) Durchmesser, weil größere eher holzig sind.

Pro Ladung nennt das NCHFP durchschnittlich 17½ Pfund (ca. 7,9 kg) Möhren ohne Grün für 7 Quart-Gläser und 11 Pfund (ca. 5 kg) für 9 Pint-Gläser, also etwa 2½ Pfund (ca. 1,1 kg) pro Quart-Glas. Möhren halten sich laut Universität Wisconsin vor dem Einkochen relativ lange ohne großen Qualitätsverlust; du musst sie nicht am Erntetag verarbeiten.

Rohpackung oder Heißpackung: Wie füllst du die Gläser?

Heißpackung: Bedecke die Möhren mit kochendem Wasser, bringe sie zum Kochen und lasse sie 5 Minuten köcheln. Fülle sie mit 1 inch (2,5 cm) Kopfraum in die Gläser und gieße die heiße Kochflüssigkeit auf.

Rohpackung: Fülle die rohen Möhren fest in die Gläser, gieße heiße Flüssigkeit auf und lasse ebenfalls 1 inch (2,5 cm) Kopfraum. Salz ist bei beiden Packarten optional, 1 Teelöffel pro Quart-Glas, und dient nur dem Geschmack.

Kannst du Möhren in Weck-Gläsern oder im Einkochautomat einkochen?

Die belegten Zeiten gelten für Gläser mit zweiteiligem Vakuumdeckel in den Größen Pint und Quart. Für Weck-Gläser mit Glasdeckel, Gummiring und Klammern nennen die hier verwendeten Quellen keine Prozesszeiten; übertrage die Zeiten deshalb nicht auf sie.

Ein Einkochautomat erhitzt ohne Überdruck auf etwa 100 °C. Das genügt für Möhren nicht, auch wenn Omas Rezept es vorsieht: Niedrigsäurige Lebensmittel brauchen 116 bis 121 °C (240 bis 250 °F).

Was tust du, wenn die Gläser nach dem Einkochen Flüssigkeit verloren haben?

Öffne die Gläser nicht, um Flüssigkeit nachzufüllen. Ist weniger als die Hälfte der Flüssigkeit ausgetreten und das Glas dicht, ist der Inhalt laut Universität Wisconsin sicher; freiliegende Möhren dunkeln aber nach. Ist mehr als die Hälfte weg, verarbeitest du den Inhalt mit frischer Flüssigkeit neu oder frierst ihn ein, denn ohne Flüssigkeit dringt die Hitze nicht ausreichend ins Glas.

Schwankender Druck beim Einkochen ist eine häufige Ursache für Flüssigkeitsverlust. Reguliere die Hitze unter dem Einkocher so, dass der Druck gleichmäßig bleibt, und kühle das Gerät nicht mit Wasser ab.

Wie machst du Möhren haltbar, ohne sie einzukochen?

Möhren lassen sich ohne Druckeinkocher dörren, fermentieren oder süßsauer einlegen. Die Einlege-Variante ist ein eigenes NCHFP-Rezept mit Essig, das im Wasserbad verarbeitet wird; die Säure macht dort den Unterschied. Auch Einfrieren ist möglich.

Warum reicht das Wasserbad für Möhren nicht?

Möhren liegen laut Universität Wisconsin bei einem pH-Wert von 5,0 bis 6,0. Damit fallen sie unter die Lebensmittel mit einem pH-Wert über 4,6, die das NCHFP nur mit Überdruck sterilisiert. Botulinum-Sporen überstehen das Wasserbad bei 100 °C (212 °F): Dort nennt das NCHFP für niedrigsäurige Lebensmittel 7 bis 11 Stunden, im Druckeinkocher bei 10 bis 15 psi dagegen 20 bis 100 Minuten, je nach Lebensmittel und Glas.

Anders ist es bei Wurzelgemüse, das du mit Essig nach Rezept einlegst: Die Säure ersetzt dort die hohe Temperatur, wie bei sauer eingelegter Rote Bete.