Kann man Zwiebeln einfrieren?

Ja, am besten roh und gewürfelt. Das NCHFP, das Fachzentrum für private Lebensmittelkonservierung in den USA, hält das Einfrieren ganzer Zwiebeln für meist nicht empfehlenswert, weil Zwiebeln kühl und trocken ohnehin lange lagerfähig sind. Wer Zwiebeln trotzdem einfrieren will, hat drei brauchbare Wege: Würfel, junge Frühlingszwiebeln oder blanchierte Ganze.

Blanchieren heißt, Gemüse kurz in kochendem Wasser zu erhitzen, um Enzyme zu stoppen, die Geschmack, Farbe und Struktur abbauen. Bei Zwiebelwürfeln fällt dieser Schritt laut Quelle weg.

Frieren solltest du Zwiebeln nur ein, wenn sich die Arbeit lohnt: Gefrieren verbessert nichts, es erhält nur die Qualität, die du hineingibst. Nimm deshalb feste, gesunde Zwiebeln ohne Faulstellen und schneide sie am besten an einem Tag, an dem du ohnehin viel kochst.

Wie friert man geschnittene Zwiebeln ein?

Schäle die Zwiebeln, entferne Wurzel- und Stielansatz und wasche sie sauber. Schneide sie in etwa 6 Millimeter große Würfel. Verpacke dann wie folgt:

  • Fülle die Würfel trocken in einen Gefrierbeutel oder einen gefriergeeigneten Behälter und lass etwa 1,3 Zentimeter Platz.
  • Oder verteile die Würfel auf einer sauberen Unterlage, friere sie einzeln vor und fülle sie danach um. So kleben sie nicht zusammen und du entnimmst Teilmengen.
  • Drücke beim endgültigen Verpacken möglichst viel Luft heraus, beschrifte die Packung und packe nur Mengen ab, die du auf einmal brauchst.

Was gilt für Würfel, Frühlingszwiebeln, ganze Zwiebeln und Ringe?

Je nach Form unterscheiden sich Vorbehandlung und Verwendung deutlich. Die Tabelle fasst die Angaben des NCHFP zusammen.

Zwiebeln einfrieren nach Form: Vorbehandlung und spätere Verwendung
FormVorbehandlungDanach geeignet für
Würfel (etwa 6 mm)keine, roh verpackenPfanne, Suppe, Soße, Eintopf
Junge Frühlingszwiebeln, gehacktkeine, roh verpackenKochen; sie sind aromatisch, aber nicht mehr knackig und leicht zäh
Ganze Zwiebeln3 Minuten (klein) bis 7 Minuten (groß) blanchieren, abkühlen, abtropfennur zum Kochen
Zwiebelringe10 bis 15 Sekunden blanchieren, panieren, einzeln vorfrierenFrittieren direkt aus dem Gefrierfach bei 190 °C (375 °F)

Wie bereitest du Zwiebelringe zum Einfrieren vor?

Zwiebelringe frierst du nicht roh, sondern paniert und vorbereitet ein. Das NCHFP beschreibt den Ablauf so:

  • Wasche und schäle die Zwiebeln, schneide Scheiben und löse die Ringe heraus.
  • Blanchiere die Ringe nur 10 bis 15 Sekunden in Wasser, kühle sie zügig ab und lass sie abtropfen.
  • Wälze die Ringe in Mehl, tauche sie in Milch und wende sie in einer Mischung aus gleichen Teilen Maismehl und Pfannkuchenmischung.
  • Lege sie in einer Lage auf ein Blech und friere sie vor. Packe sie danach in Behälter und trenne die Lagen mit Folie. Platz für Ausdehnung brauchst du hier nicht.

Wie lange halten sich gefrorene Zwiebeln?

Das NCHFP empfiehlt, gewürfelte Zwiebeln innerhalb weniger Monate zu verbrauchen. Eine genaue Monatszahl nennt die Quelle nicht. Die Frist betrifft die Qualität: Geschmack und Aroma lassen mit der Zeit nach.

Außerdem gilt: Zwiebel und Paprika verändern ihren Geschmack beim Einfrieren. Würze Gerichte, die du vorgart und einfrierst, deshalb zunächst zurückhaltend und schmecke nach dem Erhitzen nach.

Wie verwendest du gefrorene Zwiebeln?

Gib die benötigte Menge direkt gefroren in heißes Fett, Suppe oder Soße. Ein Auftauen ist unnötig und würde nur Saft austreten lassen. Schließe die Packung nach der Entnahme sofort wieder.

Gefrorene Ringe frittierst du ebenfalls ohne Auftauen. Wenn du Zwiebeln für längere Zeit ganz ohne Gefrierfach haltbar machen willst, helfen andere Verfahren, etwa Dörren oder Einlegen.