Kann man grüne Bohnen einfrieren?
Ja, grüne Bohnen lassen sich gut einfrieren, wenn du sie vorher blanchierst. Das BZfE nennt dafür 3 Minuten Kochen in Salzwasser, die NCHFP ebenfalls 3 Minuten in kochendem Wasser. Danach kühlst du sie ab, trocknest sie an der Oberfläche und frierst sie portionsweise ein.
Frische Bohnen halten sich laut BZfE luftdicht verpackt nur etwa eine Woche im Gemüsefach des Kühlschranks. Wenn du sie einfrieren willst, verarbeite sie deshalb möglichst bald nach dem Einkauf oder der Ernte.
| Schritt | Dauer | Quelle |
|---|---|---|
| Blanchieren in kochendem Wasser | 3 Minuten | NCHFP, BZfE |
| Abkühlen in Eiswasser | etwa so lange wie das Blanchieren | NCHFP |
| Garen vor dem Essen | 10 bis 20 Minuten, je nach Sorte | BZfE |
| Lagerdauer im Gefrierfach bei −18 °C | 8 bis 12 Monate | NCHFP |
Wie blanchierst du Bohnen vor dem Einfrieren?
Gib die vorbereiteten Bohnen in reichlich sprudelnd kochendes Wasser: Die NCHFP rechnet 1 Gallone (3,8 Liter) Wasser auf 1 Pfund (rund 450 Gramm) Gemüse. Sobald das Wasser wieder kocht, startest du die Zeit und blanchierst drei Minuten. Nimm die Bohnen anschließend sofort heraus und kühle sie in Eiswasser mindestens ebenso lange ab.
Blanchieren bremst Enzyme, die Farbe, Geschmack und Konsistenz verändern. Die drei Minuten sind eine Vorbehandlung für das Gefrieren und keine ausreichende Garzeit für den Verzehr.
Kann man grüne Bohnen roh oder ohne Blanchieren einfrieren?
Die geprüften Quellen empfehlen es nicht. Die Verbraucherzentrale NRW rät, Gemüse vor dem Einfrieren zu blanchieren, damit Enzyme deaktiviert werden und Farbe, Geschmack und Nährstoffe erhalten bleiben. Eine Anleitung für ungeblanchierte Bohnen führen weder BZfE noch NCHFP.
Der Grund liegt in den Enzymen: Sie arbeiten im Gefrierfach weiter und verändern Farbe, Aroma und Biss. Falsch dosiert ist die Vorbehandlung sogar kontraproduktiv, denn zu kurzes Blanchieren ist laut NCHFP schlechter als gar keines. Halte dich deshalb genau an die drei Minuten.
Welche Bohnen eignen sich zum Einfrieren?
Wähle junge, feste Bohnen ohne Schimmel oder faulige Stellen. Die NCHFP empfiehlt zarte Hülsen, in denen sich die Samen gerade erst gebildet haben. Frische Bohnen sind kräftig grün und brechen laut BZfE beim Biegen glatt durch.
Wasche sie, schneide beide Enden ab und entferne bei fädigen Sorten den Faden. Die NCHFP schneidet die Hülsen in 5 bis 10 Zentimeter lange Stücke (2 bis 4 Zoll). Kürzere Stücke garen später schneller; ganz kannst du dünne Sorten wie Buschbohnen oder Prinzessbohnen lassen.
Wie verhinderst du einen großen Bohnenblock?
Lass die abgekühlten Bohnen gründlich abtropfen. Verteile sie für einzeln entnehmbare Portionen auf einem Blech und friere sie fest vor. Danach kommen sie in eine luftarme, gefriergeeignete Verpackung mit Datum.
Die NCHFP lässt bei Bohnen einen halben Zoll (1,3 Zentimeter) Platz unter dem Deckel. Packe Mengen ab, die du für eine Mahlzeit brauchst, und friere nicht mehr auf einmal ein, als der Gefrierschrank binnen 24 Stunden durchfrieren kann.
Wie bereitest du gefrorene Bohnen sicher zu?
Gare Bohnen direkt aus dem Gefrierfach vollständig durch. Das BZfE nennt für frische Bohnen je nach Sorte insgesamt etwa zehn bis 20 Minuten Garzeit. Verlasse dich nicht auf die kurze Blanchierzeit.
Gib die gefrorenen Bohnen in wenig kochendes Wasser, decke den Topf ab und lass das Wasser schnell wieder aufkochen. Drücke gefrorene Klumpen bei Bedarf mit einer Gabel auseinander. Zarte Sorten kannst du auch mit wenig Pflanzenöl oder Butter und Gemüsebrühe dünsten.
Wie gehst du bei anderen Gemüsesorten vor?
Andere Gemüse brauchen eigene Zeiten. Erbsen blanchierst du kürzer, Rosenkohl nach Größe länger. Für dicke Bohnen und Wachsbohnen gibt die allgemeine Bohnen-Seite weitere Hinweise.