Kann man Blumenkohl dörren?
Ja, die Fachquellen geben Zeiten dafür an, Montana State bewertet Blumenkohl allerdings als „schlecht“ geeignet zum Dörren. Plane deshalb eine kleine Testcharge ein und prüfe, ob dir Aroma und Biss der Stücke gefallen.
Wie bereitest du Blumenkohl vor?
Verwende einen festen Kopf ohne braune, schleimige oder schimmelige Stellen. Entferne Blätter und Strunk, teile den Kopf in kleine Röschen und wasche sie gründlich. Schneide größere Röschen in der Mitte durch, wie es Colorado State beschreibt.
Gleichmäßige Stücke trocknen verlässlicher als eine Mischung aus Krümeln und großen Röschen.
Wie lange blanchierst du Blumenkohl zum Dörren?
Blanchiere die Röschen 3 bis 4 Minuten in kochendem Wasser oder 4 bis 5 Minuten im Dampf. Beim Wasserblanchieren zählt die Zeit ab dem Moment, in dem das Wasser nach dem Einlegen wieder kocht. Kühle die Röschen kurz in kaltem Wasser ab und lass sie sorgfältig abtropfen. Entferne Wasser aus den Verzweigungen.
Colorado State fügt dem Blanchierwasser 1 Esslöffel Essig pro Gallone (etwa 4 Liter) zu und nennt ebenfalls 3 bis 4 Minuten.
| Angabe | Montana State | Colorado State |
|---|---|---|
| Blanchieren in Wasser | 3 bis 4 Minuten | 3 bis 4 Minuten, mit Essig im Wasser |
| Blanchieren im Dampf | 4 bis 5 Minuten | nicht angegeben |
| Trockenzeit | 12 bis 15 Stunden | 12 bis 15 Stunden |
| Endpunkt | trocken, brüchig | zäh bis spröde |
Wie weit gart Blumenkohl beim Blanchieren?
Blanchierter Blumenkohl soll fest und doch zart sein, durchgehend heiß, aber nicht gekocht wie zum Essen. So beschreibt es Colorado State. Drücke zur Probe ein Röschen aus der Mitte: Es soll nachgeben, ohne zu zerfallen. Utah State rät im Zweifel zur etwas längeren Zeit, denn zu kurzes Blanchieren ist schädlicher als zu langes.
Dämpfen ist die bevorzugte Methode, weil weniger wasserlösliche Vitamine verloren gehen. Wer in Wasser blanchiert, spart Zeit, verliert aber mehr Nährstoffe an das Kochwasser.
Wann ist Blumenkohl trocken genug?
Lege die Röschen einlagig aus und trockne sie 12 bis 15 Stunden. Öffne große Stücke zur Kontrolle und beurteile sie erst nach dem Abkühlen. Die Stücke sollen trocken und brüchig sein. Eine weiche Mitte zeigt, dass noch Feuchtigkeit vorhanden ist.
Wie schnell musst du Blumenkohl verarbeiten?
Verarbeite den Kopf möglichst frisch und zügig. Enzyme verändern geerntetes Gemüse rasch; Colorado State empfiehlt deshalb, die Zeit vom Beet bis in den Dörrautomaten so kurz wie möglich zu halten. Blanchiere nicht mehr, als dein Gerät auf einmal aufnehmen kann.
Alter oder bereits gelbbrauner Blumenkohl ergibt nach Utah State auch getrocknet ein minderwertiges Ergebnis: Was vor dem Dörren minderwertig ist, bleibt es danach.
Wie lagerst du getrockneten Blumenkohl?
Lass ihn vollständig abkühlen und verpacke ihn unverzüglich in kleinen, trockenen, luftdichten Behältern. Lagere sie kühl, trocken und dunkel und kontrolliere sie anfangs auf Beschlag. Zeigt sich Schimmel, entsorgst du den gesamten Inhalt.
Zum Verwenden weichst du die Stücke ½ bis 2 Stunden in kaltem Wasser ein oder gibst sie trocken in Suppen. Das Einweichwasser kannst du mitverwenden.
Sehr gut getrocknetes Gemüse enthält nur noch etwa 10 Prozent Wasser und ist so spröde, dass manche Sorten laut NCHFP splittern, wenn man sie mit dem Hammer trifft. Du musst Blumenkohl nicht so weit treiben; entscheidend ist, dass abgekühlte Röschen brechen und innen nicht mehr weich sind. Konditionieren wie bei Obst ist bei Gemüse nicht nötig.
